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Kundenkommentare

Janis und Jennifer Riven Jennifer Riven Die Rivens mit ihren Pantaneiro-Guides Mittagessen auf der Nhecolândia Ranch

Janis A. Riven

Toronto (Kanada)

 

Nicht nur gesund und munter, auch bereichert durch eine außergewöhnliche Reise in das Pananal und nach Rio de Janeiro, bin ich mit mit meiner Tochter Jennifer zurückgekehrt. Ich möchte Ihnen gerne im Nachfolgendes etwas über unsere Erlebnisse in Brasilien erzählen.

 

Wir wurden am Flughafen in Campo Grande von Peter Rohmer und einem jungen Studenten begrüßt, der uns zum Flugplatz außerhalb Campo Grandes fuhr, wo wir das Lufttaxi zur Ranch nahmen. Wegen der 20 Stunden Anreise waren wir etwas gestresst, aber gleich zu Anfang vermittelte uns Peter das beruhigende Gefühl in sicheren Händen zu sein. Wir hatten einen angenehmen Flug zur Ranch. Rita, die Besitzerin und eine Bande niedlicher kleiner Kinder bildeten das Empfangskomitee nach dem wir auf der Graspiste gelandet waren und wir wurden wie die Fürsten in unser einfaches, aber sauberes, frisches und funktionelles Schlafzimmer mit eigenem Bad gebracht. Wir ruhten uns auf der vorderen Veranda aus und aklimatisierten uns bei einem entspannten Gespräch mit Rita, Freunden die zu Besuch waren, Peter und Ronny, dem Piloten. Peter übersetzte was wichtig war, gleichzeitig verstand er es meisterhaft sich soweit zurückzuhalten, dass unsere Ohren sich an die Portugiesische Sprache gewöhnen konnten, schließlich waren wir ja hier um von allem so viel wie möglich mitzukriegen!

 

Das Mittagessen war dann auch die erste von vielen folgenden köstlichen Mahlzeiten, die wir bei Rita und später dann auf der Fazenda zu uns nehmen sollten. Alle Mahlzeiten unterstrichen die Qualität der einheimische Küche, wie das köstlichste Fleisch, das ich jemals gegessen habe, hausgemachtes Brot, Croissant, Semmeln, frisches Gebäck, exotische Früchte und Gemüse, hauseigener Käse, Kompotte, sowie Fondant und Karamellsoßen. Während unseres Aufenthaltes wurden wir mit gebratenen Piranhas und Kaimanfleisch, über dem Feuer gegarten Spanferkel, einem Grillfest mit Fleisch des Buckels einer asiatischen Kuh sowie vielen anderen regionalen Delikatessen aus dem Pantanal verwöhnt.

 

Nach einem Verdauungsspaziergang und einer Einführung in die großartige Vogel- und Tierwelt machten wir einen kurzen Ausritt um unsere Pferde zu testen. Ich bin weder eine erfahrene noch die geborene Reiterin. Mann, sind die Pantaneiro-Pferde wunderbar. Sowohl Pferde wie Sättel sind bequem. Ich habe mich niemals zuvor sicherer auf einem Pferd gefühlt - und wir wechselten die Pferde während der Reise des öfteren. Sie gehen alle sehr ruhig, sind absolut trittsiche und ausdauernd. Bei einigen ist der Trab etwas hart, aber alle schreiten rüstig aus und sind auch gern für gelegentliches Kantern und Galoppaden zu haben. Wir waren in der Lage an unserem ersten vollen Tag über 10 Stunden zu reiten und waren zu Sonnenaufgang des nächsten Tages trotzdem wieder fit und startklar!

 

Außer Peter begleitete uns immer ein Rancharbeiter begleitet und oft hatten wir sogar zusätzliche Begleitung, auch von den Ranchbesitzern selbst, die sicherstellte, dass wir die unterschiedlichen Ausflugsziele wohlbehütet erreichten. Ein weiterer lobenswerter Aspekt Peters vorrausschauender Planung war, dass wir an jedem Reittag zur Siestazeit stets einen schattigen Rastplatz hatten, sei es ein schöner natürlicher Unterstand oder eine Ranch. Alle Leute, die wir während unserer Reise durch das Pantanal antrafen, waren sehr höflich und freundlich. Obwohl niemand Englisch sprach waren alle bemüht sich mit uns zu unterhalten was gelegentlich recht spaßig und unterhaltsam war.

 

Unsere Gastgeber, zunächst Rita und später Fernando, behandelten uns eher wie Freunde die zu Besuch sind als als zahlende Gäste. Sie waren liebenswürdige und aufmerksame Gastgeber.

 

Zu den besonderen Erlebnissen zählte eine Nachtsafari bei Vollmond die Fernando spontan organisierte, weil Ronny der Pilot darauf beharrte er könne im Dunklen einen Jaguar finden. Er hat es tatsächlich geschafft (glaube ich)! Nichts wird jemals die Erinnerung an die millionen funkelnden Reflexe der Teichoberfläche, die bedrohlichen gelben Augen des Kaimans oder das Wasserschwein, dass uns auf unserer lauten Ausflug durch die mondbeschienene Savanne passieren wollte, auslöschen. Oder als Rita herausfand, dass Jennifer das Angeln liebt - augenblicklich organisierte sie einen Truck mitsamt Fahrer - und einmal mehr begleitet von Ronny dem Piloten, der ein geübter Jäger und brillianter Kartenspieler ist, fing Jen sowohl den größten als auch den kleinsten Piranha und gewann dabei sogar ausreichend Vertrauen um in dem kalten Teichen ein Bad zu nehmen.

 

Die Tatsache, dass die Baía das Pedras eine zum Teil aus Ritas eigener Tasche finanzierte Privatschule für 30 Pantaneirokinder beheimatet, war ein weiterer interessante Aspekt für uns. Die Kinder boten eine reiche und intensive Informationsquelle über die sozialen und ökonomischen Aspekte des Pantanals, umrahmt von einem entzückenden Ambiente in dem das Lachen und ihre weichen Stimmen die Symphonie der vielen Singvögel ringsum weiter bereicherte.

 

Ich könnte, vielleicht sollte ich, einen Reisebericht über das Pantanal schreiben. Wenn ich die enormen Entfernungen, die unsicheren Kommunikationswege, die Stromausfälle und die grundsätzlich chaotische und spontane Natur der Brasilianer bezüglich Turismus bedenke, beginne ich erst den Gedulds- und Organisationaufwand und die Detailtreue zu verstehen, die Peter aufwenden mußte um unsere Reise so erfolgreich werden zu lassen. Er ist ein intelligenter Reiseführer und sensibel wenn es um die Belange und Eigenheiten seiner Kunden geht. Er war flexibel und geschickt wenn es um das Eingehen auf unsere persönlichen Geschmäcker und Interessen ging. Die Zeit in Rio war großartig. Vom schönen Hotel aus, direkt am Strand Copacabanas gelegen, gingen wir an nicht-touristischen Orten essen und uns vergnügen. In der leider, viel zu kurze bemessenen Zeit erlebten wir ein überaus verlockendes Rio de Janeiro.

 

Sowohl Jennifer als ich würden uns darüber freuen jedem Eurer Kunden unsere Empfehlungen weiterzugeben, der über einen Reise in das Pantanal nachdenkt, so wie es dir auch freisteht alle meine vorangegangen Kommentare zu verwenden.

 

Danke, dass du uns geholfen hast, dieses außergewöhnliche schöne Erlebnis zu organisieren.